Basketball im TVB

Der Beginn des Basketballsports im TVB ist untrennbar mit dem Namen Hubertus Ortmann verbunden. Er war einer der Neugründungsmitglieder und liebäugelte von Anfang an neber der Leichtathletik auch mit dem Basketballspiel. Nachdem er einige Zeit in Bergheim gespielt hatte, versuchte er das Spiel auch in Blatzheim populär zu machen. Schon 1973 bildete sich ein Gruppe, die haupt.sächlich Basketball spielte. 1974 absolvierte man die ersten Freundschaftsspiele und 1975/76 wollte man erstmals an Meisterschaftsspielen teilnehmen. Auf der Suche nach einem Trainer wurde man im eigenen Ort fündig: Peter Watteler, in Blatzheim bis dato nur als guter Fußballer bekannt, zeigte, daß er auch mit dem Basketball hervorragend umgehen und Technik und Taktik vermitteln konnte.

In der ersten Saison spielte der TVB mit der Mannschaft: Hubertus und Ernst-Michael Ortmann, Manfred Müller, Friedel Klütsch, Josef Weingarten, Reiner Ripp, Johannes Zaudig, Bernd Wirtz, Rudolf Gambke und Peter Watteler.

Die Saison wurde mit 8 : 16 Punkten abgeschlossen und in der nächsten Saison schafften sie bereits ein aus.geglichenes Punktekonto und den Einzug ins Pokalfinale. 1977/78 gelang mit der Verpflichtung von Rolf Zehlen als Spielertrainer ein Glücksgriff, er war damals schon ein “Vollblutbasketballer” (Heute ist er Bundestrainer der weibl. Jugend). Erstmals spielte mit James Donald Hobgood ein in Nörvenich stationierter Amerikaner in Blatzheim und mit einer A- und C-Jugend nahmen drei Mannschaften am Meisterschaftsbetrieb teil.

Die erste Mannschaft qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde, belegte dort jedoch nur den undankbaren zweiten Platz, beide Jugendmannschaften qualifizierten sich auf Anhieb für die Landesmeisterschaft, schieden aber in den Zwischenrunden in Essen und Aachen aus. Auch 1978/79 gelang der Mannschaft trotz deutlicher Leistungssteigerungen der Aufstieg nicht. Rolf Zehlen verließ nach zwei erfolgreichen Jahren den Verein, da er ein Angebot vom BSC Saturn Köln erhielt und Josef Weingarten, der bisher die Jugendmannschaften trainierte, übernahm seine Aufgabe als Spielertrainer.

J.D. Hobgood kehrte in die USA zurück und wurde aus dem eigenen Nachwuchs durch Bernhard Keppeler sowie Peter und Erik Krzemien ersetzt. Aber auch 1979/80 scheiterte man in der Meisterschaft mit dem Aufstiegsziel und auch im Pokal mußte man sich Jugend 07 Bergheim knapp geschlagen geben (63 : 62).

1980/81 rückten gleich mehrere Jugendspieler in die “Erste” auf, die nun mit der folgenden Besetzung den Aufstieg anpeilte: Josef Weingarten (Spielertrainer), Reiner Ripp, Johannes Zaudig, Erik und Peter Krzemien, Bernhard und Stefan Keppeler, Werner Kremer, Heinz-Josef Uber und der US-Amerikaner Mark Allan Williams. Obwohl man gleich zu Saisonbeginn in Elsdorf verlor, setzt sich die junge Mannschaft (Durchschnittsalter knapp 21 Jahre) an der Tabellenspitze fest und gewann am 23.02.81 das entscheidende Spiel gegen Hürth mit 165 : 33, dem höchsten Sieg, den je eine Blatzheimer Mannschaft feierte. Neben dem Aufstieg in die Bezirksliga gelang in diesem Jahr auch der Gewinn des Kreispokals. Erstmals spielte der TV auch mit einer zweiten Mannschaft, die in folgender Besetzung antrat: Hubertus Ortmann, Karl-Heinz Pingen, Peter und Willi Zaudig, Alfred und Heinz Kremer, Guido und Michael Bey‚, Bernd Wirtz und Michael Heinen.

Im Sommer 1981 stieß mit Rolf Schif.fer ein Neuzugang zum TVB, der der Basketballabteilung über lange Jahre neue Impulse gab. Nicht nur als Trainer und Spieler, sondern auch als Pressesprecher leistete er hervorragende Arbeit. Seine in 10 Jahren geschriebenen und gesammelten Spielberichte füllen ganze Ordner und haben mit dazu beigetragen, den Namen des Vereines weit über die Grenzen der Stadt Kerpen hinaus bekanntzumachen.

In der ersten Bezirksliga-Saison standen die Blatzheimer lange überraschend an der Tabellenspitze und verpaßten am Ende mit 30 : 6 Punkten denkbar knapp direkten Aufstieg in die Landesliga. In den nächsten Jahren spielte man in der Bezirksliga ebenfalls “oben” mit, immer wieder verlor man jedoch die besten Spieler an höherklassige Vereine, die finanziell oder sportlich unseren “Stars” eine bessere Alternative boten.

1982 mußte Mark Williams zurück in die USA, in den folgenden Jahren verließen mit Bernhard Keppeler, Heinz-Josef Uber und Peter Krzemien jeweils die Leistungsträger den Verein und wechselten in die Oberliga.

Die Jugendarbeit in Blatzheim trug jedoch Früchte, und so stieg 1986 die zweite Mannschaft ebenfalls in die Bezirksliga auf. 1986/87 spielte daher der TVB gleich mit zwei Mannschaften in der Bezirksliga, und zwar in folgender Besetzung: Blatzheim I: Maurizio Frau, Michael Feinen, Johannes Zaudig, Heinz und Werner Kremer, Rolf Schiffer, Frank Steenbuck, Josef Weingarten, Stefan Keppeler und Erik Krzemien, Trainer Udo Herff. Blatzheim II: Reiner Ripp, Alfred Kremer, Peter Weingarten, Matthias Kick, Dieter Koenz, Hajo Jungen und Frank Schneppenheim Trainer: Peter Krzemien. Leider glückte weder der “Ersten” der ersehnte Aufstieg, noch der “Zweiten” der Klassenerhalt, so daß man sich nach einem Jahr von dem glücklosen Trainer Herff trennte und Rolf Schiffer für die Saison 1987/88 wieder das Kommando übernahm.

Bernhard Keppeler kehrte nach Blatzheim zurück und mit Reiner Ripp, Alfred Kremer und Matthias Kick rückten die Leistungsträger der zweiten Mannschaft in die erste auf. Diese Mannschaft war in der Bezirksliga haushoch überlegen, beendete die Saison als Meister mit 42 : 2 Punkten, einem Durchschnitt von 97 : 48 Punkten und stieg souverän in die Landesliga auf. Auch in der Landesliga spielte der Neuling 1988/89 dank der Rückkehr von Peter Krzemien eine gute Rolle, besiegte unter anderem zweimal Jugend 07 Bergheim I und beendete die Saison als Tabellenfünfter mit positivem Punktekonto.

Im Schatten der Herren hatten beim TVB auch die Damen unter der Regie von Peter Krzemien und Bernhard Keppeler das Basketballspiel erlernt. 1986/87 startete erstmals ein Damenmannschaft in der Meisterschafts.runde. Nach zwei Lehrjahren gelang dann 1988/89 nach nur drei Nieder.lagen der Aufstieg in die Bezirksliga. Folgende Spielerinnen gehörten damals zur Mannschaft: Michaela Tillenburg, Maria Dahmen, Marion und Friederike Müller, Anne Lips, Rita Kirsch, Petra Wehren, Sonja Wirtz, Hildegard Kremer, Alexandra Lewicki, Luzia Geppert, Kirsten Schmidt, Heike Nagel, Korneli Schneider und Sandra Daniels.

Dieser Aufstieg markiert den bisherigen Höhepunkt der Basketballabteilung des TVB – aus beruflichen bzw. privaten Gründen verließen sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die Leistungsträger die Mannschaft und wechselten zu höherklassigen Vereinen bzw. in die zweite Mannschaft.

Den Damen gelangen in der Bezirks.liga lediglich vier Siege, sie spielten 1990 – 1992 wieder in der Kreisliga und zogen danach aufgrund weiterer Ausfälle die Mannschaft zurück.

Die Herren hielten sich mit der neuformierten Mannschaft (Alfred, Heinz und Werner Kremer, Frank Steenbuck, Matthias Kick, Peter Weingarten, Jürgen Kuss und Michael Jakobsen) 1989/90 in der Landesliga als Siebter erstaunlich gut, am Ende der Saison wechselte jedoch Rolf Schiffer als Trainer in seine Heimatstadt Bergheim. Kurz vor Beginn des Spieljahres 1990/91 meldeten sich dann die beiden Leistungsträger Matthias Kick und Heinz Kremer aus beruflichen Gründen nach Aachen bzw. Wattenscheid ab. Josef Weingarten, der sich übergangsweise als Trainer zur Verfügung gestellt hatte, gelang es nicht, diese Lücken zu stopfen, und so stand man am Ende der Saison als Vorletzter erstmals in der 15jährigen Geschichte auf einem Abstiegsplatz.

Der Verein bekam die Quittung für eine mangelhafte Jugendarbeit und man beschloß einen radikalen Neuan.fang: Die erste Mannschaft verzichtete auf den Platz in der Bezirksliga und auch die zweite Mannschaft, die überlegen die Kreisliga gewonnen hatte, nahm das Aufstiegsrecht nicht wahr. Man steckte alle Energie in die Jugendarbeit und nahm 1993/94 erstmals wieder am Jugendspielbetrieb teil, und zwar gleich mit drei Mannschaften.

Auch in den folgenden beiden Jahren verzichtete die erste Mannschaft auf das errungene Aufstiegsrecht in die Bezirksliga, um den kontinuierlichen Neuaufbau nicht zu stören.

Mit Volker Waizenegger, Thomas Franz, Michael Jakobsen und Edi Buscholl gelang es Josef Weingarten engagierte Kräfte aus den eigenen Reihen für die Jugendarbeit zu gewinnen, Trainingslager, Feriencamps und das vereinsinterne Dreikönigsturnier begeisterten viele Jugendliche und Kinder; die Erfolge zeigten sich bald: 1994 gewann mit der D-Jugend erstmals eine Blatzheimer Jugendmannschaft den Kreispokal, einige Spielerinnen und Spieler wurden in die Kreisauswahl berufen und die B- und C-Jugend wurden in der Saison 94/95 zur Nr. 2 im Erftkreis. Mittlerweile nimmt auch eine Mannschaft der weiblichen Jugend an Punktespielen teil, und für das kommende Spieljahr wurden erstmals in der Geschichte der Abteilung fünf Jugendmannschaften gemeldet. 1995/96 rücken die ersten Spieler dieser Jugendmannschaften in die “Erste” auf, mit ihnen soll der Wiederaufstieg in die Bezirkliga angestrebt werden.

Vielleicht gelingt nach einigen Jahren des “Atemholens” der Basketball.abteilung ein ähnlicher Aufschwung wie vor 15 Jahren.